Head Bobbing – Hast du davon schon gehört?

Head Bobbing – Hast du davon schon gehört?

Der 11.3. ein gemütlicher Samstagabend den ich so schnell nicht wieder vergesse. Nach einigen Erledigungen und einen Spaziergang, saß ich mit meiner Familie auf der Couch. Wir, die Zweibeiner, sahen uns eine Wiederholung von irgendeinem Film an, der schon gefühlte 1000x wiederholt wurde und Lady schnarchte ungeniert vor sich hin. Plötzlich begann Lady mit dem Kopf heftig zu zittern. Sie selbst hatte die Augen bereits geöffnet und sah uns an. Man merkte ihr an, sie wusste nicht was mit ihr geschah. Ich war geschockt und in diesen Moment dachte ich Lady hätte so etwas wie einen epileptischen Anfall.

Jedoch innerhalb einer Minute hörte das Zittern auf. Was ist mit Lady? Was passiert hier?  Innerhalb einer Stunde kam das Zittern 3-4 Mal vor. Aber was war das? Meinen Tierarzt habe ich leider nicht erreicht *am nächsten Tag bei einem Besuch bei ihm weiß ich nun, dass auch er damit überfordert ist* aber zum Glück ist das Internet immer erreichbar und so suchte ich mit dem Text “Hund zittert mit Kopf” und fand als Erstes etliche Videos auf YouTube, wo man sehr viele Hunde sieht, mit den selben Symptomen, wie meine Hündin.

Head Bobbing – ein episodischer Kopftremor

Es folgten einige andere Internetseiten wo ich mich durchlesen konnte und dabei fiel mir HEAD BOBBING ins Auge. Ein episodischer Kopftremor, den man an den vertikalen Kopfbewegungen (JA-Ja-Nicken) oder an den horizontalen Kopfbewegungen (Nein-Nein-Nicken) erkennt. In der Regel tritt dieser Kopftremor in den ersten Lebensjahren zum ersten Mal auf. Anscheinend kann man bis heute aber keine Altersgrenze festlegen, da auch ältere Hunde diesen Tremor noch entwickeln können. Ein ganz wichtiges Unterscheidungskriterium zu anderen epileptischen Anfällen ist die “Unterbrechbarkeit”.  Durch Ablenken mittels Ansprechen oder Leckerlis sollte das Kopfzittern aufhören. Genau so war es auch bei meiner Hündin, sobald ich ihren Namen rief, hörte das Zittern auf.

Das Kopfzittern beim Hund

Bei Hunden der Rasse Dobermann, Bulldoggen und Boxer sind diese Symptome beobachtet worden, jedoch konnte bis heute nicht die Ursache des Syndroms geklärt werden. Gibt es Beeinträchtigungen der Lebenszeit? Einschränkungen in der Lebensqualität?  Eine aktuelle Studie in einer Universität in München ist bereits am Laufen aber leider gibt es dazu noch nichts konkretes und genau das macht mich als Hundebesitzer wahnsinnig.

Dank einer Facebook-Gruppe konnte ich mit einigen Betroffenen darüber sprechen, bei denen eine Vitamin B Kur sehr hilfreich gewesen ist und das Kopfzittern weniger wurde. Ich bin gespannt wie es hier weitergeht.

Kennst du diesen Kopftremor oder hast Du ähnliche Symptome bei deinem Hund schon einmal erlebt? Wenn ja, wie gehst Du damit um?

Alles Liebe,

 

PEZZ CHECK – Der Urintest für den Hund

Folgen:

6 Kommentare

  1. Susanne
    30. April 2019 / 15:16

    Hallo Claudia ich habe einen Salukirpden der das hat, leider gleiche Symptome.
    Lg
    Susanne

  2. Dr. Morgott
    9. Juni 2020 / 19:12

    Hallo,

    Gute Erfolge erzielt man hier mit Medivitan, Magnesium, und Karsivan. Das Medivitan kann nach ca. 4 Wochen durch ein anderes Vitamin-B Präparat ersetzt werden (Tabletten).

    • Vanessa
      13. Juni 2020 / 21:50

      Hallo, können Sie etwas zur Medikation von Medivitan sagen ? Muss man in Verbindung noch Magnesium und Karsivan dazu geben ? Meine Bulldoggen Hündin hat es leider ziemlich häufig. Vielen Dank im Voraus.

      • 30. Juni 2020 / 8:37

        Liebe Vanessa,
        hier gehen die Meinungen der Hundebesitzer auseinander. Da ich keine Ärztin bin gebe ich bei Medikamenten keinen Rat ab. Bei meiner Bullydame kommt es mal häufiger mal, mal kaum. Es ist schwer zu sagen woran es liegt. Was mir stark aufgefallen ist: Banane und auch Honig dürfte ihr helfen. Vielleicht klappt es ja auch bei ihrer Hündin. Lg und Alles gute, Claudia

      • Dr. med. vet. Morgott
        30. Juni 2020 / 18:00

        Sehr gerne;

        (Dies ersetzt keine tierärztliche Beratung!, Empfehlungen für Kollegen)

        Medivitan* 4 Wochen lang (2x/Woche i.M, vom Tierarzt (Auf Aspiration bei der Injektion achten, da Lidocain)), nachfolgend auf ein gutes Vitamin-B Präparat umsteigen.

        Zu Beginn 4 -6 Wochen 200 mg Magnesium-Citrat, dann auf 100 mg reduzieren. (Hier ist der Urin nach 6 Monaten zu untersuchen (Übersättigung des Urins mit Magnesium kann zu Struvit führen, so nennen sich die im Harn befindlichen Kristalle, die zu Struvit-Steinen heranwachsen können). Das Karsivan* (gibt es auch von anderen Herstellern) als dauerhafte Medikation.

        Nach ein paar Monaten kann die Dosis auf 30mg Magnesium/Tag gesenkt werden.

        *muss ich rein rechtlich als Werbung markieren!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.