Warum ich Motorrad fahre

Versuchen wir nicht alle etwas zu kontrollieren, was aber nicht zu kontrollieren ist? So wie das Leben. Mit diesen Worten lässt sich meine Leidenschaft für das Motorrad fahren ganz bestimmt nicht beschreiben. Denn meine Passion ist unkontrollierbar, fast schon zwanghaft. Ich werde eigentlich des öfteren gefragt, warum ich mich gerade für dieses Hobby entschieden habe. Was heißt hier “entschieden”? Dies war ja keine Kopf-, sondern eine Herzenssache.

Der Körper vibriert, zwei Reifen rotieren

Wer sein Bike gefunden hat, auf dem er sich wohl fühlt, wird mir bestätigen können, dass dieses spezielle Gefühl mit der Maschine eins zu werden von fast nichts übertroffen werden kann. Man kuppelt, gibt Gas, gibt Impulse. Zwei rotierende Reifen, dazwischen der Motor.

Warum ich Motorrad fahre 

Tief in meinem Herzen bin ich kein weltgewandter Mensch. Ich wohne zwar in einer schönen Gemeinde, allerdings zieht es mich immer wieder in die weite Natur. Ich genieße es durch stimmungsvolle Wälder und eindrucksvolle Landschaften zu fahren. Die untergehende Sonne, der Wind, der mir entgegenschlägt. Dort kann ich mich erden, zur Ruhe kommen und Kraft tanken. Es gibt doch nichts Schöneres als frische Luft um die Nase wehen zu lassen oder einen lauen Sommerabend auf dem Motorrad zu genießen, oder? Genau hier muss ich nichts darstellen.

Die Gemeinschaft macht mich glücklich

Ich bin ein schüchterner Mensch und es fällt mir schwer auf andere zuzugehen, wenn ich erst ein Gespräch aufbauen muss. Seitdem ich Motorrad fahre und viele unterschiedliche Menschen dadurch kennen lerne, kann ich damit viel lockerer umgehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Gemeinschaft der Motorradfahrer meist offenherzig und familiär ist. Alle haben ihre eigene Geschichte, alle mit ihren eigenen Intention auf das heiße Eisen zu steigen. Genau diese Gespräche machen mich glücklich.

Beschleunigung und Loslassen zugleich 

Hohe Geschwindigkeiten sind nicht das, was mich am Motorrad fahren fasziniert. Es ist viel mehr die Beschleunigung. Dabei fühle ich mich wie ein kleines Kind, wenn es mich packt und ich einfach davonfahren will. Das fühlt sich nach Leben an. Keine Trägheit, keine Zwänge. Nichts hält mich fest, nichts zerrt an mir – das ist für mich die absolute Freiheit. Genau in diesem Augenblick kann ich tun was ich will.

Während ich in meinem Alltag viele Dinge gleichzeitig erledige, zwingt mich mein Bike genau diese schlechte Eigenschaft abzulegen und einfach tief durchzuatmen und mich nur auf diese eine Sache zu konzentrieren. Wenn ich auf meinem Bike sitze dann MUSS ich zu 100% konzentriert sein. Helm auf, Motor an! Und genau dieser Fokus lässt mich alles um mich herum vergessen. Hört sich komisch an, aber das ist Anstrengung und Erholung zugleich.

Verrate mir doch, warum du Motorrad fährst. Ich bin wahnsinnig gespannt auf deine Geschichte.

Alles Liebe und gute Fahrt,

Claudia

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