Wohltat für Vierbeiner – Pfotenpflege bei Schnee und Eis

Gesunde Hunde bestehen auch im Winter auf ihre Gassirunden. Der zugefrorene See, die schneebedeckte Waldlandschaft und die überzuckerten Felder und Wiesen sind die ideale Kulisse für den Spaziergang in der kalten Jahreszeit. Und auch zum Stadtbummel wollen die Vierbeiner natürlich aus Gewohnheit mitkommen. Doch schaden Schnee und Eis, sowie Salz oder Steinchen des Streumaterials den empfindlichen Hundepfoten? Und was kann man als Tierhalter dagegen tun? Der folgende Ratgeber gibt Dir einen knackigen Überblick mit wertvollen Tipps zum Thema, wie man dem Freund auf vier Pfoten die kalte Jahreszeit zum Genuss machen kann.

Eis und Schnee im Winter-Wonderland? Das gefällt auch den Vierbeinern! Sieben praktische Tipps, wie Du deinen Liebling mit einer erstklassigen Pfotenpflege verwöhnen kannst!

Tipp 1: Haare zwischen den Pfoten? Im Winter besser kürzen!

Eine haarige Angelegenheit: Vielen Hunden wachsen zwischen den einzelnen Zehen lustige Haarbüschel. Im Winter können diese zum Problem werden, da sich an ihnen Eisklümpchen, kleine Steinchen, Streusalzkristalle und schlicht und einfach die in den Wintermonaten vorherrschende Feuchtigkeit besonders gut festsetzen kann. Schneide die kleinen Härchen im Winter daher einfach zurück und beschere deinem Hund durch das Stutzen einen hohen Laufkomfort, auch auf schnee- und eisbedecktem Boden.

Tipp 2: Fett macht Freude!

Warum cremen wir im Winter unsere Hände besonders oft ein? Das hat zwei Gründe. Zum einen, um sie vor Kälteeinwirkung zu schützen. Zum anderen, um die im Winter oft rissige oder trockene Haut zu regenerieren. Bei Hunden ist das nicht anders. Verwöhne deinen Vierbeiner mit einer fettreichen Ballenpflege in Form von Vaseline oder einer speziellen Pfotenschutzsalbe aus dem Fachhandel für Tierbedarf.

Tipp 3: Schnee und Eis zum Schmelzen bringen

Pfötchen halten ist ausdrücklich erlaubt im Winter. Wenn du die Pfoten deines Vierbeiners nach dem Gassi gehen kurz in der Hand hältst, schmelzen kleine Eisbröckchen von alleine. Und auch dein Hund könnte dahin schmelzen: vor Glück, wenn du das Pfötchen halten mit ein paar kleinen Streicheleinheiten verbindest!

Tipp 4: Salz abwaschen

Salz ätzt und muss rasch von empfindlichen Hundepfoten befreit werden. Dies schaffst du am besten mit lauwarmem Wasser in Verbindung mit einem milden Hundeshampoo. Tipp: Beginne mit solchen Ritualen schon bei Welpen an, dann wird das Fußbad für Vier- und Zweibeiner zu einer entspannten Angelegenheit.

Tipp 5: Abtrocknen ist wichtig

Wir Menschen trocknen unsere Füße nach dem Baden immer ab. Nicht nur, weil wir nicht mit nassen Füßen in Strümpfe und Schuhe schlüpfen möchten, sondern auch, um Bakterien und Viren keine Angriffsfläche zu bieten. Dasselbe gilt auch für Ihren vierbeinigen Freund: Trockene Füße beziehungsweise Pfoten, auch in den Zwischenräumen, halten gesund und schützen für Entzündungen und Reizungen.

Tipp 6: Schuhmode für den Vierbeiner

Manchmal erblicken wir beim Stadtbummel oder in den Schaufenstern spezielles Schuhwerk für Hunde. Kleine Socken mit derber Sohle, die für das winterliche Gassi gehen wie gemacht sind. Unbedingt nötig ist das nicht und nicht jeder Hund toleriert das menschengemachte Schuhwerk. Wenn die Pfoten deines Hundes aber sehr empfindlich sind, es in letzter Zeit Verletzungen oder Entzündungen gegeben hat oder vielleicht ein längerer Ausflug in den Schnee ansteht, macht ein Versuch mit Schuhe für Hunde aber Sinn. Ausprobieren schadet nicht!

Tipp 7: Pflegende Cremes

Manchmal sind die Pfoten eines Hundes bereits sehr spröde oder haben durch Salz und Steinchen kleine Risse. Hierfür gibt es spezielle Salben mit entzündungshemmenden Inhaltsstoffen. Extratipp: Ein Kauknochen lenkt nach dem Auftragen der Salbe ab und diese wird nicht so schnell abgeleckt. Wenn der Hund Schmerzen hat, unrund läuft, sich häufig an der Pfote leckt oder eine Verletzung nicht abheilt, sollten Sie jedoch besser den Gang zum Tierarzt antreten.


Mit diesen Tipps kommt dein Hund auf gesunden Pfoten durch den Winter und Ihr könnt euch auf gemeinsame Spaziergänge durch märchenhafte Winterlandschaften voller Schnee und Eis freuen!

 

(Ein Gastbeitrag von Petsexpert)

4 Kommentare

  1. 15. Januar 2018 / 20:20

    Liebe Claudia,
    wir lieben Hunde und hatten als Kind früher selbst einen Hund.
    Aus dieser Zeit weiß ich noch wie empfindlich die Pfoten sind und das man sie deshalb gut pflegen muss.
    Vielen Dank für deine vielen Tipps und Infos zu diesem Thema.
    Liebe Grüße Marie

    • Claudia
      15. Januar 2018 / 20:22

      Liebe Marie,
      danke schön für dein nettes Kommentar. LG Claudia

  2. 4. Februar 2018 / 15:58

    Pfotenpflege und Korallenschneiden sind wirklich ein wichtiges Thema und werden oft vernachlässigt. Bei Finley gestaltet sich das oft etwas schwierig. Ich glaube, er ist kitzelig 😉 .
    Bei einem Golden Retriever muss man die Haare an den Pfoten ohnehin regelmäßig trimmen, auch im Sommer. So läuft er auch auf Fliesen und Parkett mit mehr Gripp.
    Ich habe das mit Finley schon seit seiner Weltenweit geübt. Heute ist das für ihn auch immer eine kleine Wellness-Einheit.

    Lieben Gruß
    Birgit

  3. 14. Dezember 2018 / 23:47

    ohh das sind sehr gute Tipps für Vierbeiner und Mensch! v.a. das Salz zum Streuen auf der Straße stelle ich mir richtig lästig vor – da sollte man wohl sehr drauf achten!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

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