Bauchhirn: Wenn Stress Magenschmerzen verursacht

Ich gehöre leider zu den Menschen, die schnell unter Magenschmerzen leiden, wenn Stress im Alltag eine große Rolle spielt. Auch Migräne, Konzentrationsschwäche und Unruhe machen sich stark bemerkbar. In der Hektik schenkt man solchen Symptomen nicht die Aufmerksamkeit, die sie bekommen sollten. Stattdessen pumpt man den Körper mit Tabletten oder Magentropfen voll. Aber was kann man dagegen tun, um sich dauerhaft von diesen Beschwerden zu befreien? 

Heute habe ich mir Unterstützung von Heilpraktikerin Dr. Annette Pilzer geholt und aus ihrer Sicht erläutert sie, was Stress im Köper auslöst und mit welchen Methoden er reduziert werden kann.

Warum wirkt sich Stress auf die Verdauung aus?

Dr. Annette Pitzer

Stress kann sich auf unterschiedlichste Weise auch auf der körperlichen Ebenen äußern. Der eine bekommt Kopfschmerzen, der nächste innere Unruhe und vielen schlägt er auf den Magen. Natürlich können Magenschmerzen noch viele andere Ursachen haben, wie falsche Ernährung, Magenschleimhautentzündungen – ausgelöst durch Helicobacter pylori, Unverträglichkeiten bis hin zu Krebs. Doch viel häufiger löst Stress den Magenschmerz aus.

Die Klassenarbeit steht an und je näher die Stunde kommt, umso mehr grummelt es im Bauch. Symptome von Magenschmerzen, Übelkeit bis Durchfall können die Folge von Stress sein.

Zwischen Psyche und Magen-Darm gibt es einen heißen Draht

Das Bauchhirn (enterisches Nervensystem) besteht aus einem komplexen Geflecht von Nervenzellen (Neuronen), das nahezu den gesamten Magen-Darm-Trakt durchzieht. Es ist in der Lage ohne direkte Verbindung zum Gehirn zu arbeiten. Neben der Produktion von Verdauungssäften reguliert es auch die Peristaltik, also die Muskelbewegung von Magen und Darm. Auch wenn das Bauchhirn unabhängig vom Gehirn arbeiten kann, tauschen beide wichtige Informationen aus, um eine optimale Funktion zu gewährleisten.

Stress . . .  

Stress löst im Körper die Kampf-Flucht-Reaktion aus. Das Alarmsignal des Gehirns löst einen Adrenalinstoß aus, der über den Blutstrom jede Körperzelle beeinflusst. Während einer Kampf-Flucht-Situation werden bestimmte Körperfunktionen auf ein Minimum an Aktivität reduziert.  Dazu gehört auch die Verdauung, denn wenn es um Leben und Tod geht, wird die Verdauung nicht gebraucht.

Kommt es zu Dauerstress, kann diese Kampf-Flucht-Reaktion zu einem echten Problem für den Körper werden, da wir ja nicht wirklich um unser Leben kämpfen. Die Kommunikation zwischen Gehirn und Bauchhirn ist dann gestört. Es kommt zu Magenkrämpfen, Übelkeit und Sodbrennen.

Behandlung von stressbedingten Magenbeschwerden 

Als erstes möchte ich sagen, dass es nicht sinnvoll ist, nur die Symptome zu unterdrücken. Der Stressmagen ist ein Seismograph deiner Seele. Schau also genau hin. Stell Dein Verhalten in Frage. Muss ich wirklich die Beste im Test sein? Muss ich wirklich von einem Termin zum nächsten hetzen? Was tut mir gut, was nicht?

Wie kann man Stress vermeiden?

Stress vermeiden ist leichter gesagt als getan, aber unabdingbar, wenn man aus dieser Situation aussteigen möchte. Binaurale-Beats sind hier aus meiner Sicht ein unschlagbares Werkzeug. Sie können aber nur angewendet werden, wenn man mit beiden Ohren hören kann. Binaurale-Beats sind eine Gehirnwellen-Stimulations-Technologie, die Dein Gehirn in denselben Zustand bringt wie die traditionelle Meditation. Traditionelle Meditation ist für viele Menschen sehr schwer, da sie es nicht schaffen, fokussiert zu bleiben. Man hört Binauralen-Beats einfach an, leichter geht es nicht.

Natürlich wirken auch Entspannungsübungen wie Yoga, Meditation, progressive Muskelentspannung oder Tai Chi, Qi Gong oder Waldbaden.

Auf der körperlichen Ebene empfehle ich ein mildes pflanzliches Mittel wie die CAPS moodoo von Ringana, die zu einer inneren Balance führen, also das generelle Stressniveau reduzieren.

Aber nun zu dir – Wie geht dein Körper mit Stress um?


(Gastbeitrag von Dr. Annette Pitzer – Heilpraktikerin für integrative Medizin & Psychotherapie in eigener Praxis www.annette-pitzer.de)

Außerdem Bloggerin zweiter Blogs. Zum einen den Blog „Gesundheitsgeflüster“ https://blog.annette-pitzer.de/, in dem es seit neuestem auch einen Podcast gibt, und zum anderen den Blog „Schönheitsgeflüster“ https://anti-aging.annette-pitzer.de/blog-schoenheitsgefluester/.

7 Kommentare

  1. 5. März 2019 / 10:25

    Stress bewirkt bei mir meist, dass ich schlecht einschlafe, da mich einfach zu viel belastet…Ein bisschen Stress kann ja auch gut sein, aber zu viel kann einfach wirklich körperliche und psychische Probleme verursachen.

  2. 5. März 2019 / 12:34

    Der Stress scheint immer mehr zuzunehmen in unserer Gesellschaft, Ängste, ungewisse Zukunft, Ächtung in der Gesellschaft durch vielerlei Aspekte, wie Arbeitslosigkeit, nicht entsprechen des gängigen Schönheitsideals, fehlende Planungsmöglichkeiten für die Zukunft etc. pp. Vielleicht sollten wir alle mal einfach ein paar Monate in die Mongolei ziehen und spartanisch leben: Für mich wäre das ideal, da ich dann gleich tolle Aufnahmen machen könnte 😀

  3. 5. März 2019 / 18:31

    Guten Abend.
    Ein ganz tolles Thema.

    Stress, und damit meine ich wirklich massiven Stress führt bei mir zur Erschöpfung, Unruhe und Ängsten, welche unterschwellig sind. Daher muss ich am Tage ein paar Pausen haben.

    Ganz lieben Gruß.

  4. 5. März 2019 / 20:10

    Mag die Beiträge von Annette immer sehr gerne, wie schön, dass du sie auch hier auf deinem Blog vorstellst! Stress schlägt bei mir eigentlich nie auf den Magen. Ich habe wenn dann eher ein Unwohlsein bzw. ein kurzzeitig ungutes Gefühl!

    Liebe Grüße,
    Verena von whoismocca.com und thepawsometyroleans.com

  5. 5. März 2019 / 20:30

    Wenn ich Stress habe komme ich privat zu gar nichts mehr. Ich habe dann weder Lust etwas zu unternehmen, noch zu kochen, noch Ordnung zu halten. Zudem schlägt es bei mir auch sehr schnell auf den Kopf (Kopfschmerzen) und den Darm. Ziemlich nervig, aber leider manchmal nicht zu ändern.

  6. 5. März 2019 / 20:35

    Ich merke es ebenfalls wenn ich Stress habe. Ich schlafe dann tatsächlich schlechter. Ein toller Gastbeitrag von Annette hier bei Dir. Wir sollten viel öfter so zusammenarbeiten.
    Herzliche Grüße
    Sandra

  7. 6. März 2019 / 8:30

    Ein sehr interessanter Artikel. Habe letztens auch gelesen, dass Darmgesundheit und Depressionen auch zusammenhängen können. Wirklich spannend, was alles im Körper zusammenhängt. Ich werde es auf jeden Fall beobachten, habe oft Magenschmerzen… und Stress. LG Petra
    https://www.kirschbluetenblog.at

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