Von Bikerlady zu Bikerlady

Bikerlady zu Bikerlady: Die Frage nach dem “perfekten” Frauenmotorrad ist einer DER FRAGEN, die ich am häufigsten von meinen Leserinnen gestellt bekomme. Und genau deshalb möchte ich dieser Frage heute etwas genauer auf den Zahn fühlen. Wirft man einen Blick in sein direktes Umfeld, stellt man fest, dass die Motorrad fahrenden Frauen in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Meiner persönlichen Erfahrungen nach beginnen viele Frauen oft erst durch ihren motorradbegeisterten Partner damit, sich mit dem Thema zu beschäftigen und vielleicht auch selbst Motorrad zu fahren.
Motorrad fahren
 
Da ist “Mann” gleich voller Elan und steht mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um die Wahl des “ersten” Bikes für die Freundin bzw. Ehefrau geht. Ist zwar schön und gut – doch was viele Männer dabei vergessen ist die Tatsache, dass Männer und Frauen verschieden sind. Emanzipation hin oder her – ss gibt nun mal Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Das fängt schon bei der Körpergröße, Statur und dem Gewicht an. Männer sind durchschnittlich 1,80 m groß und wiegen um die 85 kg. Frauen haben hingegen eine Durchschnittsgröße von 1,65 m und ein Gewicht von ungefähr 65 kg. Ja ok – vielleicht auch mal mehr. Schon diese offensichtlichen Unterschiede machen deutlich, dass die Ergonomie, Höhe und Gewicht eines guten Frauenmotorrads anders gestrickt sein muss, um optimal auf die Bedürfnisse von uns Frauen abgestimmt zu sein.
Motorrad fahren

Meine Harley Street 750

 
In den letzten Jahren habe ich mich einigen passionierten Bikerinnen unterhalten. Welche die gerade erst den Führerschein gemacht haben, Frauen die schon durch die ganze Welt getourt sind und Frauen, die erst mit 50 in die Bikerwelt eintauchten. Bei all diesen Gesprächen kristallisierten sich 3 Typen von Bikerinnen heraus:
 

Bikerlady Typ 1: Der weibliche Hulk

So würden alle Bikerinnen gerne sein. Unerschrocken, mutig und im Umgang mit ihrem Motorrad sehr sicher und souverän. Umso kniffliger die Strecke, umso besser. Sie schreckt vor keiner Herausforderung zurück, und steckt Unfälle weg wie nix. Der weibliche Hulk würde nicht im Traum daran denken, ihren Freund oder Ehemann zu bitten, ihr beim Aufstellen des Motorrads zu helfen. 

Bikerlady Typ 2: Die unsichere Maid

Frauen, die irgendwann mal den Motorradführerschein gemacht haben, dann aber nach einem negativen Erlebnis aufgehört haben, selbst Motorrad zu fahren. Sie fühlen sich mit dem Handling des eigenen Motorrades unsicher und überfordert. Nach einem Sturz kriecht in ihr Angst hoch, blockiert sie wieder auf das Bike zu steigen. Die Unsichere hat immer eine Ausrede parat um nicht wieder auf das Motorrad zu steigen. 

Bikerlady Typ 3: Die graue Maus

Dieser Bikertyp fährt ganz passabel Motorrad, ist aber weit davon entfernt, ein weiblicher Hulk zu sein. Sie kämpft sich durch, mal besser mal schlechter. Anspruchsvolle Kurven schafft mit sie viel Herzklopfen und meist im falschen Gang. Anspruchsvolle Strecken und hohe Geschwindigkeiten versetzen sie in Stress.

Motorrad fahren

Meine BMW 800 GS

Wer schon einmal selbst Motorrad gefahren ist der weiß, dass selber fahren einfach anders ist! Selbstbestimmt fahren, das Gefühl sich in die Kurven zu legen, eins zu sein mit seinem Bike, die Geschwindigkeit zu spüren, wenn man den Gashahn aufdreht und der Motor seine Kraft entfaltet. Ich liebe es, mich auf mein Bike zu schwingen und die Welt auf einer Spur zu erkunden. Und wenn es mal pressiert, dann kann ich mein “Baby” so flott um die Kurven scheuchen, dass sich “Mann” warm anziehen muss, um mich abzuhängen. 

Wähle dein richtiges Frauenmotorrad

Um sich sicher und souverän auf dem Motorrad zu bewegen, ist es entscheidend, mit welchem Bike du fährst. Es ist nicht wichtig, wie viel PS und Hubraum es hat. Es ist wichtig das du dich absolut drauf wohlfühlen und es sicher beherrsche kannst. Gibt es das perfekte Motorrad? Ich denke nicht. Für mich ist das perfekte Bike eine Mischung aus meiner BMW 800 GS und meiner Harley Street 750. Leicht im Gewicht, einfach zu reparieren, bequemer Sitz, leichtes Handling, ruhiges Gemüht und trotzdem genügend Leistung um Berge zu erklimmen. 

Motorrad fahrenBei meiner Größe von 1,55 m (noch dazu kurze Beine) war es nicht leicht, das richtige Bike zu finden. Trotz niedriger Sitzbank und Tieferlegung waren die meisten Motorräder zu hoch für mich. Was war ich am Anfang deprimiert. Mein Göttergatte setzte alles in Bewegung, um für mich das perfekte Bike zu finden. Die Suche dauerte zwar um einiges länger als bei anderen. Schlussendlich war sie aber erfolgreich. 

Wie sieht es bei dir aus? Mit welchem Motorrad erlebst du deine Abenteuer auf den Straßen? Ich freue mich über deine Story.

Alles Liebe und Gute Fahrt,

Claudia

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